Die Sonne weckte uns mit goldenen Strahlen, und wir bildeten wieder ein Spalier, um Menschen besonders ehrenvoll von der Morgenandacht am Kreuz zum Frühstück zu begleiten.
Heute funkelte alles ganz goldig, denn nicht nur ganz junge Teilnehmer und Mitarbeiter sind im HWC zu finden, sondern es gibt auch Mitarbeiter, die hier ihren 50. Hochzeitstag feiern dürfen!
Ein Hoch heute also auf das Goldpaar!
Neugierig erwarteten wir auch heute wieder das Theaterstück. Patrick war nun schon einige Zeit auf Eire unterwegs, die Menschen hörten ihm gerne zu und hatten viele Fragen zu seinem Gott. Geduldig erzählte er, las vor oder erklärte. Mit Hilfe eines dreiblättrigen Kleeblattes verdeutlichte er die Dreifaltigkeit seines Gottes: „Vater, Sohn und Heiliger Geist alle aus einem Stängel“ Die Menschen hatten Vertrauen zu seinem Gott gefasst. Sie wollten richtig zu Gott und Jesus Christus gehören. Patrick taufte sie gern. Auch der König wollte von Patrick persönlich hören, warum die Menschen seines Reiches plötzlich einem anderen Gott vertrauten. Auf dem Weg zum König wurde Patrick wieder überfallen. Seine Widersacher konnten nicht ruhen, jedoch stand Patrick unter dem Schutz des Königs und der Druide war ebenso sein schützender Begleiter.
Patrick hatte mutige Pläne: Er wollte den Iren die Osterfreude nahebringen. Wollte mit seinen Freunden, mit all den Christen auf der grünen Insel, Ostern feiern und ein Zeichen setzten gegen die heidnischen Feuerzeremonien. Ein nicht ganz ungefährliches Vorhaben, da es auch andere Könige und Druiden auf Eire gab, die den christlichen Glauben nicht zuließen. Wieder eine Gelegenheit für seine Widersacher, Patrick in die Quere zu kommen. Doch Druiden haben auf der Insel großen Einfluss, und so hat Patrick schließlich das Osterfeuer auf dem höchsten Berg in Frieden entzündet und mit den Christen die Auferstehung Jesu gefeiert.
Die Mittagsruhe fiel heute vergleichsweise kurz aus. Recht zeitig hieß es für die erste Zeltgruppe: Sonnencreme auf die Nase, festes Schuhwerk an und raus in den Wald- das Geländespiel startete!
Gemeinsam erledigten die Gruppen verschiedene Aufgaben, um Eisen zu sammeln für eine Kirchenglocke für Patrick. So dichteten wir Lieder, bauten Barfußwege, balancierten über Moorfelder, brauten einen Kräutertrank und übten rudern auf dem Schiff mitten im Wald.
Dabei mussten wir immer auf der Hut sein vor Patricks Widersachern und grausigen Räubern.
Ziemlich groggy erreichten, pünktlich zur Abendbrotzeit alle den Campplatz. Wo ein leckerer Grillschmaus alle hungrigen Geländespieler stärkte.
Dann wurde es ruhig auf dem Gelände. Der besondere Taizéabend lud ein zum still werden, zum Danken für den Tag und zum Gebet.
Schnell fielen uns dann im kuschelig warmen Schlafsack die Augen zu. Gespannt was wir wohl träumen werden.
Sabine Schubert







