HWC Tag 8 – Saint Patrick im Harz

1 und 2 und 3…. so konnte man uns heute früh sportlich in den Tag starten hören. Frühsport macht bei angenehmen 2o Grad und der richtigen Musik echt Spaß.
Nach unserem vorletzten Frühstück im großen Zelt, begann auch schon das letzte Theaterstück für dieses Camp.
Auf Eire hatte sich das Leben verändert. Viele Menschen waren Christen geworden und diese nahmen Abstand von den heidnischen Bräuchen, die es bisher in ihrem Land gab. Eine Kirche sollte gebaut werden und den Christen einen Platz für ihre Gemeinde geben.
Patricks Widersacher wollten sich mit diesen Umständen nicht so einfach abfinden. Bei einem Tumult auf dem Dorfplatz versuchten sie Patrick und die neue Ordnung vor dem König zu verurteilen, und Patrick somit wieder in Schwierigkeiten zu bringen. Der König war verunsichert von all den Vorwürfen, und meinte zur alten Ordnung zurückkehren zu müssen. Er ließ sich dazu bewegen, Patrick auf eine Feuerprobe zu stellen. Seine Berater und das Volk waren entsetzt, dass nun wieder heidnische Bräuche einziehen sollten. Patrick jedoch vertraute im Gebet auf Gottes Hilfe. Er glaubte an die Weisungen, welche Gott ihm gegeben hatte und daran, dass Gott ihn nicht allein lassen würde! Er wollte niemanden zwingen und keine Macht über die Menschen haben, auch wollte er niemanden verurteilen; er wollte Vergebung und Frieden. Mit diesem tiefen Vertrauen zu Gott und dieser Friedfertigkeit entwaffnete Patrick seine Widersacher. Langsam begannen die einen zu verstehen, wovon Patrick sprach, und wie einzigartig sein Gott ist; die anderen konnten diese Liebe in der Patrick lebte und verzeihen konnte nicht ertragen und flohen.
Der König erkannte rechtzeitig seine Fehlentscheidung und es fand keine Feuerprobe statt.Dafür aber ein Fest! Ein Fest zum Bau der Kirche! Ein Fest zum Neuanfang auf Eire ohne Gefangenschaft und Spaltung.
„Bald nach dem Tod Patricks kam der irische Sklavenhandel zum Stillstand. St. Patrick gilt als der erste Mensch in der Geschichte der Welt, der sich eindeutig und öffentlich gegen die Sklaverei aussprach. Und es sollte siebzehn Jahrhunderte dauern, ehe wieder eine Stimme von vergleichbarer moralischer Stärke zu hören war.“
So feierten die Iren in unserem Theaterstück, und sie feiern auch noch heute immer am 17. März den Saint Patrick`s Day und wir erinnern uns heute an St. Patrick.
Auch heute hatten wir nach dem Theaterstück wieder die Gelegenheit miteinander ins Gespräch zu kommen. Miteinander über Gott und die Welt reden, sich austauschen, Fragen stellen hier im Camp gibt es dafür Raum und Zeit.
Am Nachmittag war die letzte Chance den ein oder anderen Handwerkswunsch zu erfüllen. Die letzten Wanderstöcke wurden geschnitzt und farbig verziert, Specksteine wurden noch einmal bearbeitet und das Schiff im Wald bekam den letzten Schliff… man weiß ja nie, wann es große Fahrt aufnehmen wird.
Und dann rückte der große Moment immer näher! Auf dem Gelände begann es spannungsgeladen zu knistern, und alle wuselten aufgeregt umher. Der Abschlussabend stand bevor. Das alljährliche Highlight wurde sorgfältig vorbereitet und Stars und Sternchen wurden von nah und fern hier zu diesem Event in den Harz beordert. Vor großer Promikulisse, wurde getanzt, geklatscht, gestaunt, gejubelt und viel gespielt.
Ein letztes Mal erklangen auch heute Abend Taizé – Gesänge und unsere Gedanken kamen bei der Musik und dem Gebet zur Ruhe.
Dankbar für all die wunderbaren Erlebnisse krochen wir in unsere Schlafsäcke.

Sabine Schubert

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