…wurden wir tatsächlich hier in Eggerode! Nachdem am gestrigen Freitag alle Vorbereitungen bei wahren „Backofentemperaturen“ von unermüdlichen Mitarbeitern erledigt wurden, schenkte uns der Himmel in der Nacht eine wohlverdiente Abkühlung und eröffnete unser diesjähriges Camp mit einem Naturfeuerwerk. So waren die fleißigen jugendlichen Mitarbeiter erfrischt, die Zelte nochmal gewaschen und die Wiesen nochmals gewässert… Also alle Zeichen auf Start!
Am frühen Nachmittag rollten die Autos an. Aufgeregte Ferienkinder und noch aufgeregtere Eltern standen mitten im Wald Schlange. Begrüßt wurden die Gäste von Maewyn Succat alias St. Patrick höchstpersönlich, der Sklavin Epona und der irischen Seekommandantin Drusilla.
Die jugendlichen Mitarbeiter empfingen mit großer Freude „ihre Kinder“ auf Zeit, in den Familien der „Schnitzohren“, der „Stonies“ der „Verwirrten“ oder in einem der 12 anderen Zelten. Dann wurde die „Grüne Insel“ erstmals entdeckt.
Nach dem ersten gemeinsamen Abendessen im großen Zelt öffnete das Theater zur Premiere den Vorhang.
Wir lernten Maewyn Succat kennen. Ein Junge aus reichem Hause, im römisch besetzen Britannien, im Jahre 400 nach Christi. Doch auch wenn die Zeit und Land ein anderes sind, so sind uns seine Probleme doch sehr gegenwärtig. Er soll lernen, Latein in seinem Fall, und mag Bücher und Vokabeln nicht sonderlich. Viel lieber ist er mit seinen Freunden unterwegs… und mit ihnen lernt er Wichtiges für sein Leben. So wie auch wir es kennen, gibt es auch in Maewyns Leben Menschen, mit denen er es schwer hat, auch davon lernen wir einen kennen. So sind wir gespannt, wie es weitergeht mit Maewyn und seiner Familie.
Hier auf dem Campgelände kehrt nun Ruhe ein. Bei der Abendandacht lassen wir den Tag mit Taizègesängen und ein paar Gedanken ausklingen. Der ausgepackte Schlafsack ist noch ganz frisch und unberührt, gemütlich kuscheln wir uns für die erste Nacht hinein!
Sabine Schubert














