…so schallte es nun schon zum dritten Mal am frühen Morgen übers Gelände.
Wieder schwebte nach der Morgenandacht ein lächelndes Geburtstagskind über unseren Köpfen durch eine Gasse von singenden Großen und Kleinen zum Frühstückstisch. „Hoch soll er leben“ so sangen alle, und das wurde, zur Freude des Geburtstagskindes, von starken Mitarbeitern umgesetzt!
Spätestens jetzt war klar: jeder möchte mal im Camp Geburtstag haben!
Das gestrige Theaterstück berichtete davon, dass Maewyn Succat einen anderen Namen angenommen hatte, um sicherer unterwegs sein zu können, und unerkannt bleiben zu können. Nun begleiteten wir heute also Patrick auf seinen Wegen.
Patrick hatte beschlossen auf ein Kloster zu gehen. Dort in der Abtei Lerins in Marmoutier in Gallien und in Auxerre in Frankreich verfolgte er eifrig seinen Plan und ließ sich zum Bischof ausbilden. Besorgt hörte man im Kloster, dass der britische Kriegsherr Coroticus die Küsten Irlands überfiel und die Menschen dort versklaven würde.
Patrick schrieb einen meisterhaften Brief an den Kriegsherren, um gegen dieses Unrecht vorzugehen. Würde das schon ausreichen? Wer könnte dort den Glauben zurückbringen und Hoffnung säen, wo Verzweiflung wächst?! Man war sich einig, dass hier noch mehr Einsatz nötig war. Patrick sollte genau der richtige Mensch für dieses Aufgabe sein. So wurde Patrick als Bischof nach Eire entsandt, um für Freiheit und Gerechtigkeit zu sorgen.
Am Nachmittag hatte die Sonne unser Gelände wieder so aufgeheizt, dass an werken mit den Händen gar nicht zu denken war. Es musste Abkühlung her! Die jugendlichen Mitarbeiter sind grandios im Improvisieren und so stand null Komma nix das „Große Platsch“ auf dem Nachmittagsplan!
WASSER! – zum Spritzen, zum Planschen, zum Tröpfeln, zum Gießen, schütten, trinken, verschütten, beschütten, blubbern, sprudeln…. Kurz: zum nass machen und erquicken!
So erfrischt starteten in der Abendkühle die legendären, traditionellen „Papa – Wulf – Spiele“. Ein Gemeinschaftserlebnis der besonderen Art, welches auf keinem Handwerkercamp fehlen darf.
Beeindruckend wie alle Campteilnehmer sich für diese Spiele in grüner Kleidung auf dem Platz versammelten. Zusammen mit irischer Musik fühlten wir uns tatsächlich wie auf der grünen Insel. Nur mit Teamwork konnte es den einzelnen Gruppen nun gelingen die Aufgaben, welche der spitzfindige Kobold Cormac Drop stellte, zu lösen. Da war Köpfchen gefragt, Schnelligkeit von Nöten und ganz viel Miteinander angesagt.
Keine Frage, dass am Ende der Spiele, jede Gruppe „ihr“ Gewinnerschweinchen vernaschen konnte.
Taizé Gesänge ließen uns auch heute wieder zur Ruhe finden, und ziemlich erschöpft von all den Erlebnissen, krochen wir in unsere Schlafsäcke.
Sabine Schubert






