HWC Tag 6 – Es könnten eigentlich immer Ferien sein

Wer hätte es gedacht, auch heute schallte es über den Platz: „Wie schön, dass du geboren bist…“!
Ein strahlendes Geburtstagskind startete auch heute wieder mit einem grandiosem Geburtstagschor in seinen Ehrentag.
Frühsport hielt sich heute wieder in Grenzen, zwar wehte ein frischeres Lüftchen, aber die Hitze steckte uns allen noch in den Gliedern, weshalb wir lieber langsam begannen.
Im Theaterstück ging es heute dafür richtig voran.
Patrick traute sich tatsächlich nach Eire und zurück zum König. Wo er doch als entlaufener Sklave mit dem Tod rechnen musste. Jedoch wusste er, dass sein Gott ihn bewahren würde. Er nahm das Familiengold, um sich beim König freizukaufen, und bei seinem Freund dem Druiden fand er Schutz und Unterstützung bei seiner Ankunft. Nun konnte er in Freiheit auf der Insel unterwegs sein.
Patrick gelang es, das Vertrauen der Menschen zu gewinnen. Jeden konnte er so annehmen wie er war, jeden mit Freundlichkeit begegnen, und so erzählte er ihnen von seinem Gott. Er machte den Menschen Mut und ließ sie spüren, dass jeder von ihnen wertvoll und von Gott geliebt ist.
Aber auch heute war Patrick in Gefahr. Seine Widersacher auf der Insel ließen nichts unversucht, um den seltsamen, entlaufenen und freiwillig zurückgekehrten Sklaven erneut festzunehmen oder ihm wenigstens zu schaden. So wurde Patrick überfallen und ausgeraubt. Doch er ließ sich nicht entmutigen. Er vertraute auf die Weisung seines Gottes.
Was für eine Freude war es da, dass er wenig später zwei seiner irischen Freunde trauen durfte. Ein fröhliches, ausgelassenen Hochzeitsfest beendete die heutigen Szenen.
Wie jeden Tag fanden wir auch heute Zeit, um nach dem Theaterstück miteinander ins Gespräch zu kommen. So dachten wir heute nach über die Frage: Was bedeutet Freiheit für dich? Ein interessanter Anknüpfungspunkt.
Am Nachmittag war das Gelände erfüllt von Hammerschlägen der „ Hammerbande“, blumige Düfte der „Salties“ wehten darüber und ab und zu hört man ein Klopfen von den „Stonies“.
Ebenso waren alle anderen Handwerke aufgebaut, und jeder konnte wählen welches Werkstück er heute am liebsten herstellen wollte.
Am Abend war nach diesem Sommertag chillen angesagt mit Film und Popcorn.  So verfolgten wir gespannt einige Schafe auf der Leinwand und stellten fest: Es könnten eigentlich immer Ferien sein!
Bevor wir dann entspannt und erholt in unsere Schlafsäcke krochen, genossen wir noch ausgiebig die Ruhe und Besinnlichkeit der Taizé – Gesänge.

Sabine Schubert